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Raiffeisen International steigert Konzern-Periodenüberschuss im 1. Quartal 2010 auf 100 Mio. Euro zurück

Vertrauen in Entwicklungspotenzial der CEE-Region ist ungebrochen

 Die Raiffeisen International Bank-Holding AG erwirtschaftete im ersten Quartal 2010 einen Konzern-Periodenüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) von 100 Mio. Euro, was einer Steigerung von 77,8 Prozent im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres entspricht. Vor allem die im Vergleich zum ersten Quartal 2009 um 33,8 Prozent reduzierten Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 295 Mio. Euro sowie Bewertungsgewinne bei Wertpapieren des Umlaufvermögens wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Der Periodenüberschuss vor Steuern stieg um 98,8 Prozent auf 166 Mio. Euro, während der Periodenüberschuss nach Steuern einen Zuwachs um 94,7 Prozent auf 124 Mio. Euro verzeichnete.

"Wir haben unseren Periodenüberschuss vor Steuern im Jahresvergleich aufgrund des Rückgangs der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fast verdoppelt. Das Ergebnis spiegelt die leichte wirtschaftliche Erholung in Zentral- und Osteuropa wider. Unser Vertrauen in das langfristige Entwicklungspotenzial der Region ist daher ungebrochen", sagte Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International.

Betriebsergebnis rückläufig

Das Betriebsergebnis reduzierte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 um 20 Prozent auf 428 Mio. Euro. Wesentlicher Grund dafür war das aufgrund der Wirtschaftskrise und der selektiven Kreditvergabe im Jahresabstand um rund acht Prozent geringere Geschäftsvolumen.

Die wichtigste Ertragskomponente war mit 68 Prozent der Zinsüberschuss, der gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um zehn Prozent auf 690 Mio. Euro fiel. Der Rückgang des Zinsüberschusses lag damit über jenem der durchschnittlichen Bilanzsumme, die sich um acht Prozent verringerte.

Der Provisionsüberschuss sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um vier Prozent auf 282 Mio. Euro. Das Handelsergebnis lag mit 58 Mio. Euro um 26 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend dafür war das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft, das um 19 Mio. Euro auf 55 Mio. Euro anstieg.

Return on Equity vor Steuern knapp 10 Prozent

Während das um 20 Prozent gesunkene Betriebsergebnis den Periodenüberschuss der Raiffeisen International und damit auch die Rentabilitätskennzahlen belastete, brachte die deutlich verbesserte Situation bei den Kreditrisikovorsorgen sowie das positive Ergebnis aus Finanzinvestitionen eine Verbesserung des Return on Equity vor Steuern. Dieser erreichte nach drei Monaten 9,6 Prozent und lag damit um 4,3 Prozentpunkte höher als im Vergleichzeitraum 2009 (5,3 Prozent). Auch der Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) stieg von 4,2 Prozent auf 6,7 Prozent. Der Gewinn je Aktie für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2010 erhöhte sich um 0,28 Euro auf 0,55 Euro.

Verwaltungsaufwendungen leicht gestiegen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um zwei Prozent auf 585 Mio. Euro. Dieser Anstieg war in erster Linie auf die Währungsaufwertungen in den CEE-Ländern zurückzuführen. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge von neun Prozent und der gestiegenen Verwaltungsaufwendungen verschlechterte sich die Cost/Income Ratio. Diese stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,0 Prozentpunkte auf 57,7 Prozent.

Moderater Zuwachs der Bilanzsumme

Die konsolidierte Bilanzsumme erreichte zum 31. März 2010 77,2 Mrd. Euro und lag damit um ein Prozent über dem Jahresendwert 2009. Zuwächsen bei den Wertpapierveranlagungen von 1,7 Mrd. Euro und den Kreditvergaben an Kunden von 0,7 Mrd. Euro standen Rückgänge bei den Forderungen an Kreditinstitute von 0,6 Mrd. Euro und der Barreserve von 0,8 Mrd. Euro gegenüber.

Kapitalausstattung weiter verbessert

Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG stiegen im Berichtszeitraum um 205 Mio. Euro auf 8.533 Mio. Euro. Das Kernkapital (Tier 1) stieg im ersten Quartal um 175 Mio. Euro auf 7.247 Mio. Euro. Für den Anstieg waren großteils die Währungsaufwertungen seit Jahresbeginn verantwortlich. Die Kernkapitalquote – bezogen auf das Kreditrisiko – betrug im ersten Quartal 14,3 Prozent (plus 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahresende 2009). Die Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – verbesserte sich ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte und belief sich auf 11,2 Prozent. Die Eigenmittelquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Die Core Tier 1 Ratio (Kernkapital Tier 1 abzüglich Hybridkapital bezogen auf das Gesamtrisiko) betrug 9,4 Prozent.

  RZB-Konzern vervierfacht Konzern-Periodenüberschuss im 1. Quartal 2010

31. Mai 2010